Kinder und ihre Art die Welt zu verstehen
Kinder begeben dem Leben mit einer Neugier, die uns Erwachsenen längst verloren gegangen ist. Wie kleine Wissenschaftler beobachten sie ihre Umgebung, stellen Fragen, ziehen Schlussfolgerungen und erschaffen sich ein Bild von der Welt – jeden Tag aufs Neue.
Und doch geschieht das auf eine ganz andere Weise, als wir Erwachsenen es tun.
Für Kinder können Wolken traurig sein und Tränen weinen. Ein Teddybär kann Gefühle haben. Ein geliebter Mensch kann gleichzeitig fehlen und doch irgendwie noch da sein.
Kinder denken nicht falsch, sie denken anders.
Sie bewegen sich oft mühelos zwischen Wirklichkeit, Vorstellung, Hoffnung und Gefühl. Sie lassen Möglichkeiten offen, wo wir Erwachsenen häufig nach eindeutigen Antworten suchen.
Als Mutter von 3 wundervollen Jungs, habe ich über die Jahre gelernt, wie unterschiedlich Kinder fühlen, verstehen und ihre Gefühle ausdrücken und wie oft sie statt einer Erklärung uns einfach eine Tür in die eigene Gedankenwelt öffnet und uns einlädt, einen Moment mit hineinzuschauen.
Kinder erinnern mich jeden Tag daran, dass es mehr als nur eine Sicht auf die Welt gibt.
erinnerungswerkstatt
Manche Erinnerungen möchten erzählt werden…
..andere möchten gemalt, gesammelt oder in einer kleinen Schachtel aufbewahrt werden.
Besonders Kinder finden oft ihre ganz eigenen Wege, um einen geliebten Menschen in ihrem Herzen lebendig zu halten.
Während Erwachsene häufig nach Worten suchen, erinnern Kinder mit Bildern, Geschichten, Fundstücken aus der Natur oder kleinen Gegenständen, die für sie eine besondere Bedeutung tragen.
In der Erinnerungswerkstatt entsteht Raum für genau diese Formen des Erinnerns.
Gemeinsam gestalten wir Erinnerungsboxen, schreiben Briefe, sammeln Geschichten, erschaffen kleine Rituale oder bewahren kostbare Augenblicke auf eine Weise, die sich für das Kind und die Familie richtig anfühlt.
Dabei geht es nicht darum, Traurigkeit zu beseitigen. Es geht darum, Erinnerungen einen Platz zu geben.Einen Platz, an den Kinder immer wieder zurückkehren dürfen.
Denn Liebe verschwindet nicht mit einem Abschied. Manchmal sucht sie sich einfach neue Wege, sichtbar zu werden.