Episode 01: Warum Kinder anders trauern als erwachsene

 

Die Antwort ist oft einfacher, als man denkt: Kinder trauern in Wellen.

Erwachsene erleben Trauer oft anhaltend und schwer - Gedanken und Gefühle bleiben lange präsent.

Kinder wechseln häufiger zwischen ihren Gefühlen.

Sie weinen – und spielen kurze Zeit später wieder.
Sie stellen eine ernste Frage – und möchten danach nach draußen.
Sie wirken traurig – und lachen am Abend.

Das bedeutet nicht, dass sie weniger fühlen. Oft bedeutet es einfach, dass Kinder Trauer nur in kleinen Portionen zulassen können.

Auch spricht nicht jedes Kind über Schmerz oder weint sichtbar. Dennoch kann sich Trauer verschieden äussern:

  • Wut oder Reizbarkeit

  • Rückzug

  • Unruhe

  • Anhänglichkeit

  • Schlafprobleme

  • viele Fragen

  • Bauchweh oder andere körperliche Beschwerden

Schweigen kann ebenso eine Form von Trauer sein, und das kennt man auch das ein oder andere mal von uns Erwachsenen.

Was Kindern jetzt hilft

Kinder brauchen keine perfekten Worte. Sie brauchen Erwachsene, die ehrlich, ruhig und erreichbar sind.

Hilfreich sind oft einfache klare Erklärungen, vertraute Abläufe, Nähe und Sicherheit, Raum für Fragen , sowie die Erlaubnis, traurig und fröhlich zugleich sein zu dürfen.

Ebenso wie Erwachsene müssen sie nicht alles richtig machen, sie brauchen keine “perfekte Begleitung” sondern viel mehr eine echte Verbindung.

Ein Mensch, der da ist.
Der zuhört.
Der gemeinsam mit ihnen durch diese Zeit geht.

Kinder - Sie trauern oft zwischen Spiel und Schmerz, zwischen Fragen und Pause.

Und vielleicht zeigen sie uns damit etwas Wichtiges:

Dass Trauer und Leben gleichzeitig da sein dürfen.

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